Müllabrechnung wieder direkt nach Restmüllaufkommen! Abschaffung der 2013 eingeführten Grundgebühr!

Müllvermeidung sollte in jeder Gemeinde erklärtes Ziel sein.
Die 2013 in Kassel eingeführte Grundgebühr bei der Abrechnung der Müllgebühren widerspricht diesem Vorhaben,
da bei dieser Art der Berechnung derjenige bestraft wird,
der konsequent trennt und dadurch ein geringes Restmüllaufkommen hat, hohes Müllaufkommen wird hingegen belohnt.

Rechenbeispiel:
Grundgebühr: EUR 62,76 je Wohneinheit (WE) und Jahr.
Restmüll 240L Tonne
bei 14 tägiger Leerung: EUR 418,80

Fall 1 (gute Mülltrennung):
Grundgebühr für 6 WE : EUR 376,56
Restmüll 240L Tonne : EUR 418,80
Jahresgebühr insges. : EUR 795,36
Preis pro Liter Restmüll : EUR 3,31

Fall 2 (kaum Mülltrennung):
Grundgebühr für 6 WE : EUR 376,56
Restmüll 480L (2 Tonnen) : EUR 837,60
Jahresgebühr insges. : EUR 1214,16
Preis pro Liter Restmüll : EUR 2,53

Geringe Mülltrennung wird also mit einem Preisvorteil belohnt, wer trennt muß hier immerhin rund 31% mehr zahlen!
Noch extremere Beispiele sind durchaus realistisch.
Dies ist ungerecht und steht im Gegensatz zum Ziel der Müllvermeidung!
Es muss deshalb wieder unmittelbar nach erzeugter Müllmenge abgerechnet werden!
Das Argument, die Grundgebühr sei zur Deckung der Fixkosten eingeführt worden, ist nicht haltbar.
Sicherlich gibt es, wie in den meisten Unternehmen, unterschiedliche Arten von Kosten,
diese müssen aber dennoch in der Gesamtsumme auf die Restmüllmenge umgelegt werden.
Die Einführung einer Grundgebühr ist eine Maßnahme, die den „Verbrauch“, das wäre hier das Müllaufkommen,
steigern soll, denn stärkere Konsumenten werden dadurch belohnt.
Braucht die Stadt Kassel denn mehr Müll?

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