Intensiver Austausch in kleiner Runde

Am Abend des 28.01. veranstalteten wir im alten Schleckermarkt einen “Runden Tisch”, eine Diskussionsrunde, bei der Vertreter verschiedener Interessengruppen durch den Austausch stichhaltiger Argumente zu einer gemeinsamen Lösung für das Problem des Leerstandes gelangen sollten. Es lag in unserem Interesse den Grundstein für eine effektive Kooperation der wichtigsten Akteure in Kirchditmold zu legen.
Anwesend waren folgende Gäste:
Geschäftstreibende aus dem Stadtteil, die Ortsvorsteherin Kirchditmolds, der Vorsitzende des Bürger-und Heimatvereins, ein Vertreter der IHK, der Initiative TransitionTown, der Zentgrafengenossenschaft und des lokalen evangelischen Gemeindevorstandes.
Ebenfalls eingeladen waren die Eigentümer der leerstehenden Immobilien, diese waren allerdings verhindert oder hatten kein Interesse an der Veranstaltung teilzunehmen.

Nachdem der aktuelle Stand unseres Projekts und die Intention der Veranstaltung an die Gäste übermittelt wurden, begann die offene Diskussion. Hauptthema: Was sind die Ursachen des Leerstandes und wie kann man dagegen vorgehen? Verschiedenste Antworten wurden schrittweise durch Abwägen und Austauschen zahlreicher Argumente festgestellt:
Die Abwesenheit der Immobilieneigentümer wurde in der Runde stark kritisiert. Die scheinbar fehlende Bereitschaft zur Kooperation erkannte man schnell als ein Grund.
Mangel an Parkplätzen akzeptierte man nicht als Ursache für den Leerstand und das Installieren zusätzlicher Parkplätze wurde mehrheitlich abgelehnt.
Auf deutlich mehr Resonanz stieß der Gedanke Kirchditmold befinde sich zurzeit auf der Suche nach der eigenen Identität. Unter diesem Gesichtspunkt wurde die negative Darstellung des Quartiers in den Medien stark kritisiert.
Eine erst kürzlich nach Kirchditmold gezogene Bürgerin schilderte die Schwierigkeit Informationen über das lokale Geschäfts- und Dienstleistungsangebot zu erhalten. Daraus entwickelte sich die Idee, das bereits vorhandene Begrüßungskomitee der Kirchengemeinde zu erweitern und konfessionsübergreifend Zugezogene über solche Themen zu informieren. Außerdem besteht das Vorhaben, die Zentgrafendrogerie zu einem Gemeinschaftszentrum umzubauen, in dem sich eben jene Neueinwohner orientieren können.
Desweiteren brachten insbesondere die Geschäftstreibenden die fehlende individuelle Gestaltung des öffentlichen Raums als Ursache hervor. Das Ordnungsamt bestrafte kürzlich eine Frau, die lediglich ein Schild gegen ihre Hauswand gelehnt hatte. Die IHK sicherte Unterstützung bei Fällen dieser Kategorie zu.
Im weiteren Verlauf des Abends beherrschte insbesondere dieses Thema -Aufwertung des öffentlichen Raums- die Diskussion. Der Ortsbeirat stellte einige Planungen, wie beispielsweise die Umgestaltung eines kleinen Hanges in der Zentgrafenstraße, vor, welche in der Runde sehr positive Resonanz fanden und man sicherte sich in Zukunft gegenseitige Unterstützung bei solchen Projekten zu.

Der Runde Tisch war unseres Erachtens nach ein voller Erfolg. Wichtige Kooperationen entstanden und neue Ideen haben sich in der Diskussion entwickelt. Die gesamte Runde wünschte, die Konstellation an Teilnehmern beizubehalten und in Zusammenarbeit das Kirchditmold der Zukunft zu gestalten.

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