Nextkassel auf der Bike-Expo und der Weg dorthin

Das neue Jahr hat begonnen und das Projekt Nextkassel: Masterplan Fahrrad hat nach der Pause wieder Fahrt aufgenommen. Wir wollen Euch heute über unsere diversen aktuellen Arbeitsschritte informieren. Außerdem erfahrt Ihr erste Informationen über unser Programm für die nächsten Wochen bis hin zur Kassler Bike-Expo, welche am Sonntag, den 08. Februar 2014 in der Zentralmensa der Universität Kassel stattfinden wird. Als Teilnehmer der Bike-Expo werden wir uns gemeinsam mit Euch weiter dem Thema Fahrradfahren in Kassel widmen.

Bis dahin schauen wir uns den Fahrradverkehr in unterschiedlichen Bereichen der Stadt an. Dazu betrachten wir:

• das gesamtstädtische Radwegenetz und machen Vorschläge zur Erweiterung bzw. Lückenschließung, als auch

• konkrete Orte wie Kreuzungen im Innenstadtbereich,

• Hauptverkehrsachsen und

• Situationen innerhalb der Quartiere, die beispielhaft für hohe Frequentierung, Gefahrenstellen oder Wohn- und Arbeitsumfelder stehen. Dazu zählt unter anderem das Uni-Viertel mit dem Nordstadtpark und den angrenzenden Wohngebieten.

Wir haben die jeweiligen Gebiete nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Dazu gehören in erster Linie die Routen und Konfliktbereiche, die Ihr auf unserem Fahrradtreff und auf unserer Homepage www.nextkassel.de angegeben habt. Hinzu kommen viel befahrene Straßen, an denen es für die Fahrradfahrer in Kassel auch meist schwierig ist, sich sicher fortzubewegen. Doch auch Verbindungen zwischen Siedlungs- und Arbeitsplatzschwerpunkten oder Schulstandorten sind für die Analyse wichtige Anhaltspunkte.

Gesamtstädtisches Radwegenetz:

Das gesamte Netz wird hinsichtlich notwendiger Lückenschlüsse und Querverbindungen untersucht. Weiter werden alternative Routen für Strecken mit großer Steigung entwickelt, denn manchmal genügt ein Wegweiser, um mit trockenem Shirt am Zielort anzukommen. Schwierig wird es für den Alltagsradler auf Dauer nämlich schon ab einer Steigung von 2,5%. Das ist bspw. der Streckenabschnitt zwischen Hopla und Stern.

Hauptverkehrsachsen:

Die Hauptverkehrsachsen müssen das größte Verkehrsaufkommen bewältigen. Es sind die kürzesten Strecken, um von A nach B zu kommen. Wichtige Siedlungsschwerpunkte werden mit großen Arbeitgebern verbunden. Doch diese „schnellen“ Routen sind nahezu vollständig auf einen funktionierenden Autoverkehr ausgelegt. Wir wollen exemplarisch eine Hauptverkehrsachse betrachten und herausfinden, was eine Hauptverkehrsstraße benötigt, damit sie auch für den Fahrradverkehr einen Nutzen haben kann.

Innenstadtring:

Der Bereich der Innenstadt ist der zentrale Raum in Kassel, weshalb wir ihn einer genaueren Betrachtung unterziehen. Er wird umgeben von wichtigen Hauptverkehrsstraßen, wie der Frankfurter und beinhaltet konfliktreiche Verkehrsräume wie den Stern oder den Altmarkt. Diese werden in verschiedene Kategorien eingeteilt, untersucht, überplant und können im Anschluss mit ähnlichen Kreuzungstypen in Kassel verglichen werden. Zwar werden keine Musterlösungen für einzelne Kreuzungsarten entwickelt, aber es werden sicherlich wiederkehrende Elemente auftauchen, welche innerhalb einer Kategorie vertreten sind.

Quartiersebene:

Bei der Analyse der Situation auf Quartiersebene liegt unser Schwerpunkt in der näheren Umgebung der Universität, nicht zuletzt deshalb, da viele befragte Personen beim Fahrradtreff selber Studenten waren und die Uni als ihren Fahrrad-Zielort angeben haben. Jedoch leidet die Uni anbindungstechnisch auch weiterhin unter den umliegenden Hauptstraßen sowie innerhalb des Quartiers: Die Gottschalk- und Moritzstr. werden vom starken Durchgangsverkehr geprägt und stellen somit ein Sicherheitsrisiko für die Fahrradfahrer dar. Gerade in Hinblick auf die anstehende Nutzungsaufnahme am Campus Nord in den nächsten Jahren spielt es eine noch größere Rolle, die einzelnen Teile des Quartiers zu einem Ganzen zusammenwachsen zu lassen. Unsere Arbeit in diesem Bereich umfasst u.a. Zukunftskonzepte für Umwandlungen in Fahrradstraßen, die Auflösung von nicht mehr benötigten Sackgassen nach Abzug der Baumaschinen und für Standorte von besseren und sichereren Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder.

2 comments

  1. Von Friedrich H. Trier
    am

    Ist das die Mensa am Holländischen Platz, oder an der Wilhelmshöher Allee?

    1. Cam
      Von Thi Hong Cam
      am

      Es handelt sich um die Zentralmensa am Holländischen Platz (Arnold-Bode-Straße) 🙂

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